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Demnächst werden hier an dieser Stelle wieder aktuelle Nachrichten aus dem Industriepark Höchst eingestellt.
Drehkreuze: Nein danke!Der Protest vieler Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Firmen am Standort Höchst hat uns veranlaßt, in allen Betriebsräten, in denen wir vertreten sind, zwei gleichlautende Anträge zur Abstimmung zu stellen. Der erste beinhaltete die eindeutige Ablehnung der von infraserv beabsichtigten Installation von Drehkreuzen an Tor Nord. Der zweite richtete sich an die anderen Betriebsräte im Industriepark Höchst mit der Aufforderung, diese Drehkreuze ebenfalls abzulehnen. In allen Betriebsräten, in denen die Anträge vorgelegt wurden, erhielten sie ohne Wenn und Aber einhellige Zustimmung. Clariant Es geht das Gerücht um, daß ca. 75% der Division LSE zum Ende des Jahres veräußert werden sollen. Dazu paßt die Überlegung des Arbeitgebers, Handwerker aus diesem Bereich - im Rahmen des Saving-Projektes - nach Griesheim zu versetzen. Der Arbeitgeber hat berichtet, daß in der BU Pigmente die apparative Auslastung gering sei. Deshalb sind für folgende Betriebe: AZO IV, AZO II, HPP1, HPP2, HPPM, PD1, VP2 und in der Technik PA Überlegungen im Gange über die Zeiträume vom 16.12.02-6.01.03 Betriebsruhe und im Jahr 2003 für 4 Wochen Betriebsferien zu machen. Dies soll mit dem Betriebsrat verhandelt werden. Neues Torkonzept Am Tor West wird eine Umbaumaßnahme erfolgen. Die zweite Straße soll wieder genutzt werden, da dort ein hohes Verkehrsaufkommen ist. Am Tor Ost (Nordseite) sollen die drei Drehkreuze demontiert werden. Diese werden am Tor Nord installiert. Als Ersatz am Tor Ost sollen halbhohe Drehkreuze angebracht werden.
Kaum zu glauben Bei Celanese Ventures waren nicht nur rote Zahlen befürchtet, nein, sie waren sogar eingeplant worden. Um so größer die freudige Überraschung als dann der Jahresabschluß mit über drei Millionen im Plus lag. Daraufhin wurde vom Arbeitgeber ein Sonderbonus in Höhe von 500,- Euro für jeden Beschäftigten gezahlt. Wie hoch war doch noch der Gewinn von Aventis Pharma Deutschland GmbH, waren das nicht 913 Millionen Euro? Wir, im Industriepark Höchst Einen guten Ruf haben sich die Betriebsratsmitglieder von der Gemeinsamen Liste STANDORT FORUM als Berater bei Vorruhestands-, Altersteilzeit- und Aufhebungsverträgen erworben. So konnten Beschäftigte, die sich an die von uns gemachten Vorschläge hielten, häufig bessere Regelungen erreichen, als sie in den Betriebsvereinbarungen vorgesehen sind. Häufig waren Kolleginnen und Kollegen darunter, die sich vorher vergeblich um Hilfe bei den Mehrheitsbetriebsräten bemüht hatten. Wir, in den Betriebsräten Die Ausnahme von der Regel war das Betriebsratswahlergebnis im letzten Jahr bei dem Standortunternehmen Sopheon. Ottmar Rückl erreichte bei der Persönlichkeitswahl 91% der Stimmen und wurde Betriebsratsvorsitzender. In allen anderen Betriebsräten der Standortunternehmen sind wir in der Opposition. Die IG BCE, mit ihrer Politik der Sozialpartnerschaft, die mitverantwortlich ist am Arbeitsplatzabbau, Leistungsverdichtung und Lohnkürzung, hält weiterhin die Mehrheitsposition. Wir haben die Rolle der Opposition offensiv angenommen und vertreten in den Betriebsräten eine Politik der klaren Interessenvertretung im Sinne der Beschäftigten unter Nutzung aller gewerkschaftlichen, politischen und rechtlichen Möglichkeiten. Clariant: Liste 2, Siemens Axiva: Liste 1, Infraserv Logistics Wie man sich vorstellen kann, ist es besonders schwierig, diese Oppositionsrolle in den Betriebsräten durchzuhalten, in denen wir nur mit einem Betriebsratsmitglied vertreten sind. Dieser Aufgabe mußten sich bei Clariant Renate Gründler-Lingner, bei Infraserv Logistics Georg Schmidt und bei Siemens Axiva Helmut Steinbach stellen. Trotz aller Anfeindungen und Behinderungen durch die Betriebsratsmehrheiten und die Arbeitgeber haben sie ihre kritische Position durchgehalten. Es ist klar, daß sie als Einzelkämpfer keinen Einfluß auf die Politik der Betriebsratsgremien nehmen konnten. Sie konnten jedoch die fatalen Folgen der Sozialpartnerschaft in ihren Firmen aufzeigen und kritisch kommentieren. Für die Probleme von vielen KollegInnen, die sich um Hilfe an sie wandten, haben sie durch ihren Einsatz oft bessere Lösungen erreicht. Bilanzfälschung? Jahrelang haben sie als gemeinsame Eigentümer (Hoechst AG/Aventis S.A. 2/3, Familie Messer 1/3) der Messer Cutting & Welding AG gut zusammen gearbeitet. Jetzt stehen sie zerstritten vor dem Landgericht Frankfurt. Es geht um Millionen, und beim Geld endet bekanntlich jede Freundschaft. Die Familie Messer hat der Aventis nur einen Teil der ausgehandelten Kaufsumme für deren Firmenanteil überwiesen. Der Grund für die Kürzung der Kaufsumme liegt in der Feststellung, daß verschiedene Bilanzpositionen, die den Verkaufsverhandlungen zu Grunde lagen, gefälscht seien. Aventis verlangt weiterhin die ausgehandelte Kaufsumme. Sie ist der Auffassung, der Familie Messer sei bei den Verkaufsverhandlungen bewußt gewesen, daß bei Cutting & Welding krumme Sachen gelaufen seien. Die Mahnung des Richters, sich wegen der zu erwartenden hohen Verfahrenskosten doch zu vergleichen, wurde von der Aventis (Hoechst AG) abgelehnt. Abstimmungsniederlage! Die Ingenieur Technik wollte für die Instandhaltung ein EDV gestütztes Leistungs- und Beurteilungssystem für die Handwerker in E 720 einführen, angeblich um die Vergleichbarkeit mit externen Leistungsanbietern herzustellen. A. Weber und seine Gefolgschaft im Betriebsrat wollten wie üblich, den Wünschen des Arbeitgebers folgen und der Leistungskontrolle zustimmen. Dann geschah etwas Unvorhersehbares: Daß unsere sechs Betriebsratsmitglieder dagegen stimmten war sicher erwartet worden, daß es aber weitere drei Nein-Stimmen gab (eine davon sogar von der IG BCE) und fünf weitere Betriebsratsmitglieder sich der Stimme enthielten, war dann doch überraschend. A. Weber fehlte damit die notwendige Mehrheit für die Zustimmung zu der geplanten Leistungskontrolle. Mal sehen, wie lange es dauert, bis das Thema wieder im Betriebsrat auf der Tagesordnung steht und umgefallen werden kann. Widersprüchliches bei den Durchschaubaren Im vorletzten Flugblatt der “Durchschaubaren” beklagen Sie, daß der Arbeitgeber nach der Einführung der Vertrauensarbeitszeit für AT-Angestellte, diese bald auch bei den Tarifbeschäftigten durchsetzen könnte. Diese Befürchtung ist nicht von der Hand zu weisen. Allerding müssen sich die Durchschaubaren vorhalten lassen, daß sie selbst für diese Entwicklung mitverantwortlich sind. Es ist gerade mal ein Jahr her (Dez. 2000), daß die IG BCE und die “Durchschaubaren” gegen unsere Stimmen und die der VAA-Betriebsräte, den Wunsch des Arbeitgebers erfüllten, die Arbeitzeitfrage getrennt nach Tarif- und AT-Beschäftigten zu verhandeln. Bereits zu diesem Zeitpunkt hatten wir mit Nachdruck auf die möglichen Folgen hingewiesen. Aber offensichtlich fehlte den Durchschaubaren damals der Durchblick. |
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