Die Gemeinsame Liste STANDORT FORUM

wir über uns
Home Flugblatt Betriebsräte BR-Wahl 2002 Service-Angebote Kurzmeldungen


diese Seiten werden demnächst wieder gepflegt und überarbeitet            ! ! !   Erstes Deutsches Sozialforum   vom 21.-24. Juli 2005  in Erfurt, Weitere Informationen: www.sozialforum2005.de


Home

Es ist längst überfällig darzustellen was hinter uns, der Gemeinsamen Liste STANDORT FORUM steckt. In den letzten zwanzig Jahren hat es hier am Standort Frankfurt Höchst nicht nur große unternehmerische Veränderungen gegeben, sondern auch Veränderungen in der Belegschaft. Viele Kolleginnen und Kollegen wissen nichts über die Entstehungsgeschichte unserer Liste und deren Begründung.

Wer die Auftritte unserer Vertreter in Betriebsversammlungen verfolgt oder unsere Flugblätter liest, kann sicher deutlich feststellen, dass wir für eine kritische Position zu den Handlungen der Arbeitgeber stehen und ähnlich kritisch dem sozialpartnerschaftlichen Verhalten der Betriebsratsmitglieder gegenüberstehen, die sich der IG BCE direkt oder deren Dunstkreis (Pharma Vertrauensleute, ehem. DAG, VAA) zuordnen.

Unschwer ist aus dem Namen Die Gemeinsame Liste zu erkennen, dass wir der Zusammenschluss von ehemals zwei verschiedenen Listen sind:

1. Die Liste Standort Höchst, die zur Betriebsratswahl 1994 vor allem von Beschäftigten aus dem Bereich Fertigarzneimittel (H 600) gegründet wurde.

2. Die Gruppe Forum, die 1994 aus einer Spaltung der Durchschaubaren entstand und damit auf eine Geschichte im Betriebsrat seit 1981 zurückblickt.

Dass 1994 die Liste Standort Höchst gegründet wurde, hatte ihre spontane Ursache darin, dass durch Aussagen des Arbeitgebers befürchtet werden musste, die Fertigung in der Pharma sei in Teilen oder ganz gefährdet. Hinzu kam der Eindruck der betroffenen Beschäftigten, dass der bestehende Betriebsrat nicht ausreichend die Interessen der Beschäftigten in H 600 vertritt.

Die Gruppe FORUM gibt es unter diesem Namen zwar auch erst seit 1994, hat aber als Betriebsratsliste ihren Ursprung als Durchschaubare seit der Betriebsratswahl 1981. Diese Kandidatur hatte allerdings schon einen Vorlauf von 10 Jahren in der es um Auseinandersetzungen über die Politik der IG BCE (damals IG Chemie) sowohl bundesweit als auch am Standort Höchst ging. Verkürzt zusammenfassen kann man diese Auseinandersetzung unter dem Begriff Demokratisierung der Gewerkschaft.

Wir standen und stehen für die Position, dass nicht Betriebsräte, sondern die Mitglieder über die Gewerkschaftspolitik zu entscheiden haben. Wie hart damals diese Auseinandersetzungen geführt wurden, dokumentierte sich im Ausschluss von 6 aktiven IG Chemiemitgliedern zu denen auch unser Gruppenmitglied Hans-Werner Krauß gehörte.

Dieser politische Ansatz, Demokratisierung der Gewerkschaft, ist immer noch ein bedeutender Beweggrund für unsere politische Arbeit. Um dem Nachdruck zu verleihen, organisieren wir uns nicht nur hier am Standort Höchst. Bereits seit 1972 sind wir Mitglied des Chemiekreises, in diesem sind bundesweit kritische Beschäftigte, Vertrauensleute und Betriebsratsmitglieder aus fast allen größeren Chemie/Pharmaunternehmen organisiert. Über diesen Chemiekreis sind wir auch beteiligt an dem sehr schwierigen Versuch einen internationalen Gedankenaustausch von Chemiegewerkschaftern zu organisieren (globalisiertes Kapital braucht eine globalisierte Gewerkschaftsbewegung). Nach wenig erfolgreichen Versuchen mit der großen französischen Gewerkschaft CGT haben wir uns jetzt mit einer neuen - in Frankreich sehr erfolgreichen - Gewerkschaft SUD, die auch an Aventis-Standorten aktiv ist, zusammengesetzt. Als Ergebnis dieser Zusammenkunft haben wir uns auf folgendes, sowohl in Frankreich als auch in Deutschland auf ein Diskussionspapier, geeinigt:

Gemeinsame Erklärung der SUD-Chimie (Frankreich) und des Chemie-Kreises (Deutschland)

Am Mittwoch, dem 2. Mai haben sich Vertreter der Gewerkschaft SUD-Chimie (Solidaires, Unitaires et Démocratiques) und des Chemie-Kreises getroffen. Über die Grenzen hinweg stellen wir fest, dass das Handeln der Chemie- und Pharmakonzerne Aventis, Bayer, Basel usw. sich nur am sofortigen Profit orientiert. Das hat zur Folge:

- verstärkte Kapitalkonzentration.

- Fokussierung auf die so genannten strategischen Ziele, d.h. nur auf die rentabelsten.

- Werksschließungen, Einschränkungen und Verlagerungen der Produktion, usw.

Diese Ziele haben widersinnige Entscheidungen zur Folge, die nicht mit den Bedürfnissen der Menschheit übereinstimmen. Das was die Menschheit braucht, sind nützliche Medikamente, zu einem tolerierbaren Preis, besonders für die Entwicklungsländer. Die Menschheit braucht nicht die Besitzname des weltweiten genetischen Erbguts durch die Chemie-Konzerne. Vielmehr werden Produkte benötigt, um die Entwicklung landwirtschaftlicher Prozesse zu erlauben, die die großen Probleme von Hunger und Unterernährung lösen und das im Respekt vor der Umwelt und im Rahmen einer dauerhaften Entwicklung.

Wir widersetzen uns energisch ihrer Orientierung auf Arbeitsplatzabbau. Um sich dem besser entgegenstellen zu können, wollen wir brüderliche Beziehungen zu Beschäftigten in anderen Ländern herstellen, im gegenseitigen Respekt, besonders um Informationen und Analysen auszutauschen. Die Entscheidungen der internationalen Konzerne müssen beantwortet werden durch gemeinsame Aktionen der Betroffenen über die Grenzen hinweg. Auf die Globalisierung des Kapitals antworten wir mit der internationalen Solidarität der Arbeiter und Angestellten.


 

Home Termine wir über uns Links Feedback Suchen


Weitere Informationen über Die Gemeinsame Liste STANDORT FORUM erhalten Sie von Hans-Werner Krauß,

Kurmainzer Straße 84, 65936 Frankfurt (M), Tel.: 069 30 88 38 8, Fax: 069 30 85 41 49, E-Mail info@standort-forum.de

Kommentare und Anregungen zu dieser Website an:  webmaster@standort-forum.de,  letzte Aktualisierung: 21. August 2005